Sagres

 

Die Stadt am Ende der Welt

Blick über den Hafen von SagresSagres liegt am Ende der Welt - das zumindest dachten über lange Zeit die Menschen, die es hierher verschlug. Und auch heute noch hinterläßt das karge Plateau und der meist heftige Wind diesen Eindruck. Viele junge Touristen kommen nach Sagres wegen des Windes, für Windsurfer  ein ideales Revier. Die meisten Touristen schenken Sagres weniger Beachtung als dem nur wenige Kilometer entfernten Cabo São Vicente, aber alle erleben das Gefühl, einmal am südwestlichsten Punkt Europas zu sein.

 

Sagres - Eingang der FortalezaAls Heinrich der Seefahrer sich 1419 hier niederließ, fand er eine kleine Siedlung und einen Hafen - Porto da Baleeira - vor, die anschließend hier angesiedelten Bewohner waren zum größten Teil Verbannte, denn freiwillige Siedler fanden sich kaum. Von Sagres, genauer gesagt von der Ponta de Sagres aus startete Portugal seine Eroberung der damals bekannten (und unbekannten) Welt. Denn hier stand irgendwo die Seefahrerschule des Infante Dom Henrique, bekannt als Heinrich des Seefahrer. Gelehrte aus ganz Europa - Geographen, Kapitäne und Astronomen - folgten Heinrichs Ruf. Hier wurde mit viel Energie an der Erforschung von modernen Navigationssystemen, dem Bau schnellerer Schiffe (Caravelle) und der Archivierung der damals bekannten Länder und Meere gearbeitet.

 

Die Küste am Ende der WeltVon Vila do Bispo aus kommend gelangt man über die E.N.268 nach Sagres und geradeaus direkt zur Fortaleza, die die Halbinsel vom Festland abschottet. Im Jahre 1928 wurde die Windrose - Rosa dos Ventos - gefunden, eine Anordnung von Steinen mit 43m Durchmesser. Die Fassade der Fortaleza wurde mit Beton (!) frisch verputzt, der Besuch der Ponta de Sagres kostet nach der Modernisierung 1993 Eintritt.

 

 

Das Dorf Sagres ist eine Aneinanderreihung von Häusern, die sich entlang der Einfallstraße und bis zum Hafen an der Praia da Baleeira erstrecken. Die Landschaft außerhalb des Ortes ist mit Steinen und Felsen übersät und spärlich bewachsen. Am Rande des Plateaus stürzen sich die Felswände zum Teil über 60m ins Meer, nur Angler zeigen sich unbeeindruckt von dieser schwindelerregenden Höhe. Im Hafen erlebt man wie überall an der Algarve nach jeder Einfahrt der Fischer das Verladen des Fanges, frische Fische und Meeresfrüchte. In den Restaurants (empfehlenswert: A Tasca) kann man sich von der Frische persönlich überzeugen. Das Tasca nimmt auch Anmeldungen für Angelausflüge und Schnorcheltouren entgegen.

 

Sagres - am Hafen

In der Umgebung von Sagres liegen einige Buchten, die je nach Windrichtung bevorzugt zum Baden einladen: Beliche, Tonel, Mareta, Baleeira und Martinhal (mehr Infos dazu erhalten Sie auf unseren Strandseiten). Vom Kreisverkehr vor der Fortaleza führt die Straße rechts ab zum Cabo Sao Vicente. Nach sechs Kilometern erreicht man den weithin sichtbaren (zweit- ?) stärksten Leuchtturm (1846) Europas. Seine 3000 Watt sorgen für eine Reichweite von über 90 Kilometern. Hier am Kap beginnt die Costa Vicentina, eine der aufregendsten Küsten Europas. Dieses rauhe Klima mit seinem starken Wind und den hohen Wellen ist der Grund dafür, daß dieser Abschnitt, der sich nordwärts bis Odeceixe erstreckt, vom Massentourismus verschont wurde.

 

 

Quickinfos

Einwohner ca. 2.000

 

Touristenbüro im Reisebüro Turinfo (bzw. im neu errichteten Tourismusbüro)
Tel. 282 - 620 003
Fax 282 - 620 004

 

Busverbindung in der Saison stündlich Busse nach Lagos (ca.30km) über Vila do Bispo,
zum Cabo S. Vicente bei Turinfo für ca. 5DM

 

 

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