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Spätestens seit der EU-Angliederung
und mit dem beginnenden Tourismus rückte der Erhalt der Natur in
das Blickfeld einer breiteren Öffentlichkeit. Auch wenn
die Naturschützer nicht überall ernst genommen werden, erwirkten sie doch
einige Erfolge, so zum Beispiel mit der Reserva Natural da Costa Vicentina
(Westküste), der Reserva Natural do Sapal (Grenze zu Spanien) und dem
bekannten Parque Natural da Ria Formosa bei Faro.
In diesen als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Gebieten darf nicht mehr gebaut
werden, in Anbetracht der schon begangenen Bausünden (Quarteira, Armação de Pêra,
Monte Gordo) ein gewisser Trost. Heute stehen fast 7% des gesamten Landes unter
Naturschutz mit unterschied-lichen Schutzarten.

Grüne Natur an der Westküste
Wasser
Die Wasserknappheit der Algarve sorgt immer wieder für Aufmerksamkeit. Trotz
der schon in den 50er Jahren angelegten Stauseen in der Algarve sorgen anhaltende
regenarme Perioden für eine Wasserverknappung. Kein Wunder bei dem immensen Bedarf
an Süßwasser für die Touristenhochburgen mit ihren vielen Pools und Golfplätzen.
Doch nicht nur ein sich veränderndes Klima, auch veraltete Leitungen und unachtsamer
Umgang mit Wasser ist der Grund für die Knappheit.
Erschwerend für Portugal kommt hinzu, dass alle Trinkwasser spendenden großen
Flüsse (Douro, Tejo und Guadiana) im Nachbarland Spanien entspringen. Dessen
Pläne, weitere Stauseen anzulegen und damit den für weiteren Wassermangel zu sorgen,
löste in Lissabon heftige Proteste aus. Der Ausbau des Guadianas bei Estrela
zum noch größeren Wasserreservoir soll zumindest dem Alentejo bei der alljährlichen
Dürre helfen.
Energie
Auch in anderen Bereichen sollte umgedacht werden: so fehlt es dem Land trotz der
starken Westwinde und den über 3.000 Sonnenstunden im Jahr an Mitteln, großflächig
auf umweltfreundliche Energiegewinnung wie Solar- oder Windenergie
umzusteigen. In der Landwirtschaft fördert
die Eukalyptus-Monokultur für ausgelaugte Böden, und mit den Schadstoffen in den
industriellen Ballungszentren wird die Luft über EU-Norm hinaus belastet.
Strände
An
der Algarve sorgt die heftige Erosion,
bedingt durch starke Winterstürme, die
Sommerhitze und die Meeresbrandung
für einen stetigen Rückgang der Felsenküste, so dass immer wieder neue Schilder mit
Warnhinweisen aufgestellt werden müssen. Doch eines bleibt sicher: die
Wasserqualität fast aller Algarve-Strände bleibt ausgezeichnet, allein 2002
wurden 45 (Vorjahr: 42) Strände mit der blauen Flagge (bandeira
azul) ausgezeichnet. Die bekanntesten Strände bei Carvoeiro und Armação de Pêra
sind allerdings nicht aufgeführt, weil die zuständigen Kreise Lagoa und Silves die
Teilnahme aus finanziellen Gründen verweigerten.
Doch man darf beruhigt sein, Grund ist nicht die schlechte Wasserqualität, sondern
die stark vorangeschrittene Erosion, welche zur
Abwertung
geführt hätte.
Parque Natural do Sudoeste
Alentejano e
Costa Vicentina
Rua Serpa Pinto, 32
7630 Odemira
Tel.
+351-283-322 735
Fax
+351-283-322 830
Reserva Natural do Sapal de
Castro Marim
Castelo Velho
Apartado 27
8950 Castro Marim
Tel.
+351-281-531 141
Fax
+351-281-531 257
Parque Natural da Ria Formosa
Quinta da Marim
Quelfes
8700 Olhão
Tel.
+351-289-704 134
Fax
+351-289-704 165
Mehr über Ausflüge
zu den Naturparks an der Algarve erfahren Sie in unserem Special
Naturparks unter
Algarve Live Freizeit & Strände.
Instituto da Conservação da
Natureza
Rua da Lapa, 73
1200-701 Lissabon
Tel.
+351-21-393 89 00
Fax
+351-21-393 89 01
E-Mail
icn@icn.pt
Internet
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Campanha Bandeira Azul da Europa

Internet
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www.blueflag.org
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