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Sonntag - 20.02.2011 - Stories & Reportagen

Alle Jahre wieder: Die Mandelblüte
Wenn der Frühling die Algarve erreicht

Die Monate von Januar bis März sind für einen Aufenthalt
an der Algarve sehr zu empfehlen. Frühlingshafte Temperaturen mit viel Sonnenschein sorgen für eine unvergleichliche Farbenpracht, während in nördlicheren Gefilden noch tristes Grau vorherrscht. Kontrastreich auch der Anblick der vielen sommerlich bekleideten Touristen im Gegensatz zu den Ansässigen in ihrer warmen Kleidung.



Ein ganz besonderes Naturschauspiel ereignet sich in den letzten Januarwochen, wenn die vielen Mandelbäumen ihre weiß-rosa Blütenpracht zeigen und die Landschaft wie unter Schnee begraben zu sein scheint.

Ein romantisches Märchen, denn nach einer maurischen Legende gibt es eine ganz einfache Erklärung für die Blütenpracht:

"...ein schöner junger Prinz aus Arabien liebte eine Prinzessin aus den Bergen des Hohen Atlas in Nordafrika. Sie lebten in einer herrlichen Residenz an der Algarve, und waren beide sehr glücklich miteinander. Doch jeden Winter verfiel die Prinzessin in Melancholie, denn es fehlte ihr der Schnee, den sie aus ihren heimischen Bergen kannte.



Der verliebte Prinz suchte nach einer Lösung und fand sie - in den Mandelbäumen. Zu Tausenden ließ er sie anpflanzen, und schon nach einem weiteren Winter entfaltete kurz nach Jahresanfang die herrliche Mandelblüte. Und die Algarve erstrahlte weiß wie die schneebedeckten Berge in der Heimat der Prinzessin..."

Dies ist nur eine Variante der an der Algarve in vielen Versionen bekannten Geschichte über die Gründe für
die vielen blühenden Mandelbäume.



 

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von Ingo


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Mittwoch - 21.04.2010 - Stories & Reportagen

Bergwanderung Algarve
Bergauf und bergab durch die östlichste Region der Algarve

Portugal hat sich mit seinen in den letzten Jahren immer besser erschlossenen Wanderrouten einen Gefallen in Sachen Tourismus getan - die Routen erfreuen sich immer größerer Beliebheit bei Urlaubern aus dem restlichen Europa.

Einer sehr ursprünglichen Wanderroute auf den Spuren der alten Mauren folgen Wanderer im Osten der Algarve, wenn sie sich unweit des Flusses Guadiana, der die Grenze Portugals zu Spanien bildet, auf den Rundwanderweg PR7 mit dem Namen „Bergauf, bergab“ begeben. Ausgangspunkt dieser dreizehn Kilometer langen Route ist das Städtchen Vaqueiros.



Vom kleinen Ort im hügeligen Hinterland aus geht es zunächst über den „Barranco das Hortas“ in ein dicht bewachsenes Gebiet. Naturliebhaber können sich hier an einer vielfältigen Vegetation erfreuen: Pinien, Kork und Steineichen, Oleander sowie Zistrosen säumen in Hülle und Fülle den Wegesrand.

Anschließend gelangen Wanderer zum Freilichtmuseum „Cova dos Mouros“. Die im Jahr 1865 wieder entdeckte maurische Kupfermine stellt anhand archäologischer Überreste, die von der Kupfer- bis zur Römerzeit reichen, die uralte Tradition des Erzabbaus dar. Für Tierfreunde birgt dieser Weg ein weiteres Highlight: Diese haben die Möglichkeit, das Areal auf dem Rücken eines Esels zu erkunden, einer der beliebtesten Nutztierarten an der Algarve in früheren Zeiten. Darüber hinaus hat man vom Eselsgehege aus einen großartigen Blick auf die Landschaft rund um den Fluss von Foupana.

Der unbefestigte und steinige Weg, der in Richtung Süden verläuft, kreuzt anschließend das Flüsschen von Foupanilha an vier verschiedenen Stellen und führt über den Wasserlauf des Barranco do Ribeirão. An diesen Stellen bietet sich dem Urlauber eine abwechslungsreiche Ufervegetation, die eine Vielzahl an verschiedenen Tierarten birgt. Mit ein wenig Glück lassen sich beispielsweise Bachschildkröten, Frösche, Fische sowie Wasserschlangen beobachten.

Auch dieser Wander-Abschnitt ist Teil des „Wanderführers Algarve“, der auf über 90 Seiten 33 verschiedene Wanderwege samt nützlichen Tipps zu jeder Tour wie beispielweise Anfahrt, Länge, Laufzeit, Besonderheiten sowie Übersichts- und Tourenkarten beinhaltet (Algarve Live berichtete am 14.10.2008: „Über Stock und Stein“). Zahlreiche Landschaftsbilder runden das Buch ab. Darüber hinaus finden Naturliebhaber im hinteren Teil ein Artenverzeichnis: Hier können Wanderer sowohl die portugiesische als auch die deutsche und lateinische Bezeichnung von Flora und Fauna nachschlagen.

Der Wanderführer bietet sowohl für Einsteiger als auch erfahrene Wanderer die passende Tour. Die ausgewählten Routen erlauben einen perfekten Einblick in die Naturschätze der Algarve und ermöglichen Urlauber die Region im Einklang mit der Natur zu erleben. Derzeit steht der Wanderführer in englischer Sprache unter www.visitalgarve.pt zum Download bereit. Auf Deutsch ist der Wanderführer in den Tourismusbüros vor Ort erhältlich.




Link: Guide to trails in the Algarve (Übersicht)

 

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Donnerstag - 11.03.2010 - Stories & Reportagen

Die Mandelblüte in Portugal
Algarve in weißer-bunter Blütenpracht

Mit frühlingshaften Temperaturen und reichlich Sonnenschein lockt Portugal die Urlauber aus dem Norden, und so wie jedes Jahr bieten sich auch jetzt die Wintermonate zu einem Aufenthalt im portugiesischen Süden an der Algarve an. Während in nördlichen Gefilden noch tristes Grau vorherrscht, sorgen hier am Atlantik blühende Blumenteppiche und die allgegenwärtige Mandelblüte für eine unvergleichliche Farbenpracht. Kontrastreich auch der Anblick der vielen schon jetzt sommerlich gekleideten Touristen im Gegensatz zu den Einheimischen in ihren warmen Jacken und Mänteln.





Die Mandelblüte - jedes Jahr ein Ereignis

Ein ganz besonderes Naturschauspiel ereignet sich in den Januarwochen bis in den Februar hinein, wenn die vielen Mandelbäumen ihre weiß-rosa Blütenpracht zeigen und die Landschaft wie unter Schnee begraben zu sein scheint. Im hügeligen Hinterland (Barrocal) und in den gebirgigen Serras leuchten ganze Landstriche hell auf, entlang der ganzen Küste stehen überall einzelne Bäume und Baumgruppen.

Ein altes maurisches Märchen beschreibt dieses beeindruckende Schauspiel denn auch ganz romantisch:

"...ein schöner junger Mauren-Prinz liebte eine Prinzessin aus den Bergen des Hohen Atlas in Nordafrika. Sie lebten in einer herrlichen Residenz an der Algarve, und waren beide sehr glücklich miteinander. Doch jeden Winter verfiel die Prinzessin in Melancholie, denn es fehlte ihr der Schnee, den sie aus ihren heimischen Bergen kannte.



Der verliebte Prinz suchte nach einer Lösung und fand sie - in den Mandelbäumen. Zu Tausenden ließ er sie anpflanzen, und schon nach einem weiteren Winter entfaltete sich im Januar die herrliche Mandelblüte. Die Algarve erstrahlte weiß wie die schneebedeckten Berge in der Heimat der Geliebten..."

Eine schön erzählte Variante der in vielen Versionen existierenden Geschichte in Portugal über Herkunft der vielen blühenden Mandelbäume.




Link: Bildergalerie - Blütenpracht
Link: Radwandern im Winter
Link: Jetzt an die Algarve

 

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Montag - 22.06.2009 - Stories & Reportagen

Des Jacarandas Blütenpracht
Ein Hingucker in der Sommerzeit

Schon ab dem Frühsommer, im Mai und im Juni, steht er an der Algarve in voller Blüte und erfreut unsere Augen mit seiner violetten Blütenpracht: der Jacarandabaum oder Palisanderbaum.

Der ursprünglich aus Brasilien stammende Baum, lateinisch jacaranda mimosaefolia (bignoniaceae) hat seit Ende des 19. Jahrhunderts seinen Siegeszug um die ganze Welt angetreten.
Man findet ihn heute nicht nur auf Madeira, den Azoren und der iberischen Halbinsel, sondern auch in Australien und Südafrika, wo er von Oktober bis Dezember blüht.

Jacarandabaum in Lagoa


Die bis zu 12 m großen Bäume mit ihren intensiv blau-violetten glockenförmigen Blüten sind in der Blütezeit
ein unvergesslicher Hingucker, vor allem weil sie zur Blüte nur wenige grüne Blätter besitzen und die ganze Farbenpracht besonders gut zur Geltung kommt. In England brachten
ihm seine länglichen, fein gefiederten und an Mimosen erinnernden Blätter auch den Namen Ferntree, also Farnbaum ein. In Deutschland wird er von Hobbygärtnern als Kübelpflanze gezogen.

Blühender Jacaranda in Silves


Wächst der Jacarandabaum an der Algarve seit alters
her häufig in der Nähe von Kirchen, säumt er heute immer häufiger Straßen und Plätze, so zum Beispiel in Lagoa
und Portimão.

 

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Donnerstag - 26.03.2009 - Stories & Reportagen

Die Radsaison hat schon begonnen
Algarve immer interessanter für Radfans

Radfans müssen nicht warten, bis in Mitteleuropa das Wetter Lust aufs Radeln macht – an der Algarve finden sie nahezu ganzjährig ideale Voraussetzungen, um in die Pedale zu treten. Die Verantwortlichen vor Ort haben den Trend der letzten Jahre erkannt und positionieren den Süden Portugals immer stärker als Destination für Radfahrer.

Schon 2006 wurden die ersten Teilstücke der Radroute „Ecovia do Litoral“ eröffnet, die mehr oder weniger direkt an der Küste entlang führt. Laut Planungen hätte sie schon bis Ende 2008 bis zu zwei Dritteln ausgebaut worden sein müssen, aber wie das so ist an der Algarve...

Von Vila Real de Santo António am Rio Guadiana, dem Grenzfluss zum Nachbarland Spanien, bis zu Europas südwestlichster Spitze, dem Kap von São Vicente – die 214 Kilometer lange Route hat als hehres Ziel, die Küste der Algarve in eine anspruchsvolle Strecke für Liebhaber des Radsports zu verwandeln.

Und diese müssen ihre hochwertigen Tourenräder, Mountain-Bikes oder Rennräder nicht mehr am Flughafen als Sonder- oder Sportgepäck aufgeben, sondern haben in immer mehr Orten der Algarve die Möglichkeit, moderne Bikes namhafter Hersteller zu mieten. Alle Räder können tageweise oder bis zu mehreren Wochen ausgeliehen werden, in guten Shops gehört eine Einstellung an die Größe des Fahrers dazu, der Transport zum Hotel oder Ferienhaus ist - zumindest in einem überschaubaren Umkreis um die Verleihstation - im Preis inbegriffen. Auch beim Zweiradverleih von Algarve Live können Radsport-Fans und gemütlich Dahinradelnde ihr Zweirad buchen.

Ob Tagesstrecken von 20 oder 50 Kilometern, jede Radtour lässt sich individuell in beliebige Etappen einteilen. Und bei den gegenüber vergleichsweise angenehmen Temperaturen macht das Radeln an der Algarve auch in den Winter- und Frühlingsmonaten viel Spaß. Hierfür sorgt auch die wunderbare Aussicht entlang der Sand- oder Felsküste: auf der einen Seite liegt das grüne Hügelland mit seinen Obstplantagen, auf der anderen Seite blicken aktive Naturliebhaber auf den Ozean, Klippen und jede Menge Strand.

Darüber hinaus verläuft die Strecke durch sehenswerte Städte wie Tavira, Faro und Portimão, in denen Urlauber eine Mischung aus Natur und Kultur erleben können. Museen, Kirchen und andere historische Bauten laden zu wie kulturelle Events zu einem Abstecher ein.



Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Fahrt durch die 60 Kilometer lange Lagunenlandschaft der Ria Formosa. Das gesamte Feuchtgebiet wurde 1987 zum Naturschutzgebiet erklärt und gehört zu einem der bedeutendsten Ökosysteme Europas. Wasservögel finden in diesem Gebiet ideale Brutbedingungen und viele Vogelarten machen auf ihrem Weg nach Afrika hier Station.

Auch Radprofis haben die Algarve als Fahrrad-Destination für sich entdeckt und nutzen die guten Straßenverhältnisse und das milde Klima, um sich hier auf die Saison vorzubereiten. Zu erwähnen ist die schon seit Jahren und jährlich stattfindende „Algarve Rundfahrt“ (Volta ao Algarve), die zur UCI Europe Tour zählt und jedes Jahr im Februar stattfindet.


Link: Website Ecovias Algarve
Link: Durch die Ria Formosa
Link: Zweiradverleih Algarve Live

 

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Samstag - 05.05.2007 - Stories & Reportagen

JC Racing: Motoröl und Ölfarbe
Ein algarvisches Rallye-Team stellt sich vor


JC Racing mit ihrem Rennauto BMW325ix*)


Fußball gilt als der portugiesische Nationalsport Nr. 1, doch ist die "schönste Nebensache der Welt" durchaus nicht die einzige Sportart, die lusitanische Herzen höher schlagen lässt. Auch Motorsport, und hier insbesondere der Rallye-Sport, erfreut sich im ganzen Land großer Beliebtheit. Nicht erst seit "Lisboa-Dakar" und der am letzten Märzwochen- ende ausgetragenen "Rali de Portugal" begeistern sich die Portugiesen für diesen Sport, der nicht nur die Technik des Fahrzeugs und das Können des Fahrers, sondern vor allem auch die Koordination zwischen Pilot und Navigator auf die Probe stellt. Grund genug für Algarve Live, einmal hinter die Kulissen zu schauen und das algarvische Rallye-Team JC Racing vorzustellen.



Team JC Racing: José Correia (l.), Nuno Lorena (r.)*)


Hinter dem Namen JC Racing verbergen sich der 36-jährige Pilot José Correia und sein vier Jahre älterer Navigator Nuno Lorena. Während José Correia als Bauingenieur seine eigene Bauplanungsfirma in Vilamoura betreibt, lebt Nuno Lorena als freischaffender Kunstmaler in Faro. José Correia ist gebürtiger Algarvio und nach einigen Jahren der beruflich bedingten Abwesenheit wieder in seine südliche Heimat zurückgekehrt. Nuno Lorena dagegen stammt ursprünglich aus Lissabon, kam aber bereits von 20 Jahren an die Al-garve, die inzwischen zu seiner zweiten Heimat geworden ist. Die beiden kennen sich seit sechs Jahren, sammelten ihre Rallye-Erfahrungen jedoch bisher mit anderen Partnern in unterschiedlichen Teams.



Pilot José Correia*)



Navigator Nuno Lorena*)


2007 gehen Pilot und Navigator nun erstmal bei der re-gionalen Rallye-Meisterschaft Süd (CRRS = Campeonato Regional de Ralis do Sul), die in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfindet, gemeinsam an den Start. Neben der na- tionalen Rallye-Meisterschaft gibt es in Portugal drei re- gionale Meisterschaften, die geographisch aufgeteilt sind (Nord, Zentrum, Süd). Die CRRS 2007 umfasst insgesamt fünf Rallyes, deren Teilnehmer zu 80% aus dem Alentejo und der Algarve kommen:

Terminplan CRRS 2007

Rali de Martinlongo - 27. Mai
Rali de Vila do Bispo - 24. Juni
Rali de Loulé - 16. September
Rali de Castro Marim - 14. Oktober
Rali Casinos do Algarve (Portimão/Monchique) -
22. bis 24. November

Darüber hinaus wird JC Racing auch an den drei Rallyes der "Desafio VSH" teilnehmen, einer der CSSR vergleichbaren Meisterschaft für im Straßenverkehr nicht zugelassene Fahrzeuge, die in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragen wird.

Terminplan Desafio VSH 2007

Rali de Beja - 13. Mai
Rali Cidade de Loulé - 28. Oktober
Rali de Portimão - 9. Dezember



Testfahrt in Loulé*)


Die Gesamtstrecke der CRRS-Rallyes ist jeweils 100 bis 150 km lang, wobei vier bis sechs Wertungsprüfungen mit einer Gesamtdistanz von 60 bis 80 km absolviert werden müssen. Im Vorfeld der Rallye haben die Teams die Möglichkeit, auf der Strecke zu trainieren und die Streckenführung kennen-zulernen. Gestartet wird in vier verschiedenen Klassen. JC Racing tritt mit seinem gelben BMW325ix in der technisch stärksten Klasse IV an.



José Correia gibt Gas auf der Schotterpiste*)


Das allradgetriebene Fahrzeug, Baujahr 1989, hat sechs Zylinder und 180 PS. Das Gewicht beträgt ca. 1.200 kg bei einer Hubraumgröße von 2.500 kbcm. Der mit Spezialreifen ausgerüstete Wagen erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h, obwohl diese beim Rallye-Sport eine eher untergeordnete Rolle spielt. Im Gegensatz zum normalen Straßenfahrzeug kann die Radaufhängung des Wagens den jeweiligen Geländebedingungen angepasst werden. Ferner verfügt der BMW über eine vergleichsweise kürzer über-setzte Gangschaltung.



JC Racing in der Kurve...*)


Aufgrund der technischen Qualitäten des Fahrzeugs und seiner eigenen sportlichen Fähigkeiten erhofft sich das Team JC Racing bei der diesjährigen CRRS eine Platzierung unter den ersten fünfzehn im Gesamtclassement. Bei ca.
45 bis 50 teilnehmenden Teams ist dies ein durchaus ambitioniertes Ziel.



Eifrige Helfer bei der Arbeit*)


Doch der Erfolg eines Rallye-Teams hängt nicht allein vom Piloten, Navigator und Fahrzeug, sondern in hohem Maße auch von den Mechanikern ab. Die technische Unter- stützung obliegt im Falle JC Racing der Firma Auto Quim Motorsport aus Portimão, geleitet vom Inhaber und Chefmechaniker Joaquim Almeida. Er bereitet das Fahrzeug für die Saison vor und sorgt für die Wartung zwischen den einzelnen Rallyes. Am Rallye-Tag ist er dann mit seinen Jungs an der Strecke. Allerdings dürfen Reparaturen nur an den dafür vorgesehenen Wartungspunkten durchgeführt werden. Sollte zwischen den einzelnen Wartungsstellen eine Panne auftreten, müssen Pilot und Navigator selbst Hand anlegen und ihr technisches Geschick unter Beweis stellen.



Nach wenigen Testrunden gab's eine zweifache Reifenpanne*)



José und Nuno beim Reifenwechsel vorne...*)



...und beim Reifenwechsel hinten*)


Moralische Unterstützung erhält José Correia von seiner Ehefrau Suzana da Silva, einer jungen Anwältin, die sowohl zivil- als auch strafrechtlich arbeitet und sich auf die Zusammenarbeit mit ausländischen Klienten und Kanzleien spezialisiert hat. Sie teilt die Leidenschaft ihres Mannes und begleitet ihn regelmäßig zu den Rallyes. Nachwuchs, der in die Fußstapfen des Vaters treten könnte, haben die Beiden bisher noch nicht. Dieser sei aber für die Zukunft durchaus geplant, versichert uns José Correia. Vorerst steht aber weiterhin die Dogge Martim, ein 80 kg schwerer Rüde und ein Ausbund an Energie, im Mittelpunkt der Familie und wurde zum inoffiziellen Maskottchen des Teams ernannt. "Er ist auch der Präsident unseres Fanclubs", bemerkt José Correia scherzhaft.



José Correia mit Dogge Martim***)


Nach der technischen und der moralischen Unterstützung soll an dieser Stelle nicht versäumt werden, auch ein Wort über die finanzielle Unterstützung zu verlieren. Diese ist für die Amateur-Teams von großer Bedeutung, denn der Rallye-Sport ist zweifelsohne eine teure Sportart und weder bei der regionalen noch bei der nationalen Meister- schaft werden in Portugal Preisgelder ausgezahlt.

Das von José Correia für die Saison 2007 kalkulierte Budget beläuft sich auf insgesamt 16.000 Euro und setzt sich wie folgt zusammen:

Einschreibegebühren - 3.000 Euro
Fahrzeugwartung - 4.000 Euro
Reifen und Felgen - 3.500 Euro
Technische Assistenz - 4.000 Euro
Treibstoff und Fahrkosten - 1.500 Euro

Lediglich 50 bis 60 Prozent des Gesamtbetrages können durch Sponsorengelder abgedeckt werden, den Rest muss das Team selbst aufbringen. Regionale und lokale Firmen, die an einem Sponsoring Interesse haben, sind deshalb sehr willkommen. Interessenten wenden sich bitte direkt an José Correia, der sie gerne über die unterschiedlichen Werbe-möglichkeiten informiert.



Nach dem Reifenwechsel geht's erneut auf die Piste*)


Als Hauptsponsor für 2007 konnte die Marke "Ultimate" des britischen Ölkonzerns BP gewonnen werden. Darüber hinaus wird JC Racing von TEC7, einem universellen Bauklebstoff, AlgarveHomesFinder.com, einem englischsprachigen Im-mobilien-Portal, sowie der Firma Monchipneus, einem Reifenhändler in Monchique, unterstützt. José Correias eigenes Unternehmen JC Construction Survey tritt ebenfalls als Sponsor auf.



Interview mit José Correia in Portimão*)


Im persönlichen Interview erzählt uns José Correia, wie er zum Rallye-Sport kam und welche Pläne und Ambitionen er für die Zukunft hegt. Wie bei den meisten Rennpiloten erfolgte sein Einstieg in den Motorsport auf ganz klassische Art und Weise, nämlich über das Karting. Von 1989 bis 2002 setzte er seine bereits seit Kindertagen bestehende Begeisterung für Autos und Motoren um, indem er, u. a. für eine große Betriebssportmannschaft, landesweit Kartrennen fuhr. Von seinen beim Karting erzielten Erfolgen bestärkt, erfolgten 2003 der Wechsel zum Rallye-Sport und die Gründung des Teams JC Racing. Mit seinem ersten Fahr- zeug, einem Renault 11 Turbo, belegte das Team bei der CRRS 2003 den 31. Rang im Gesamtclassement und den 4. Platz in seiner Klasse. 2004 gewann JC Racing die "Rali de Almodôvar" sowie die "Rali de Verão de Loulé" in seiner Klasse und belegte abschließend erneut den 4. Platz. Im darauffolgenden Jahr nahm José Correia lediglich an drei Rallyes teil und setzte in 2006 gänzlich aus.



Auf der Piste wird ordentlich Staub aufgewirbelt...*)


2007 will er nun mit neuem Navigator und neuem Rennauto erneut durchstarten und strebt eine Platzierung im ersten Drittel des Gesamtclassements an. Natürlich träumt er, nach der Zukunft gefragt, manchmal von der nationalen portugiesischen Meisterschaft oder gar mehr, aber José Correia bleibt Realist. Abgesehen vom finanziellen Aspekt erfordert die Teilnahme an der nationalen Meisterschaft mit ihren landesweiten Rennen einen sehr hohen Zeitaufwand, den er sich als selbständiger Unternehmer einfach nicht leisten kann. Insofern bleiben die Ambitionen für die Zukunft eher bescheiden. Es geht in ersten Linie um den Spaß am Fahren, das Meistern der Herausforderung und selbstverständlich um die Ehre.



Besuch im Atelier von Nuno Lorena in Faro**)


Nach unserem Gespräch mit José Correia besuchen wir den Navigator des Teams in seinem Atelier im Kulturzentrum "Os Artistas" in der Innenstadt von Faro, um mehr über seine Kunst und die auf den ersten Blick recht ungewöhnliche Verbindung von Malerei und Rallye-Sport zu erfahren. Der heute 40-jährige Nuno Lorena studierte nach Beendigung der Schulzeit zunächst Malerei an einer privaten Kunst- akademie in seiner Heimatstadt Lissabon. Stets stand die Malerei im Mittelpunkt seines Lebens, er übte jedoch auch andere Berufe wie z. B. Flugbegleiter und Autoverkäufer aus. Die Tätigkeit als Flugbegleiter für eine kleine, heute nicht mehr existierende portugiesische Chartergesellschaft war es auch, die ihn 1988 an die Algarve führte, wo er sich inzwischen ganz zuhause fühlt. Seit knapp zwei Jahren widmet er sich ausschließlich der Malerei - und natürlich dem Rallye-Sport.



Nuno Lorena: Frauenportrait aus der aktuellen Serie**)


Jahrelang malte Nuno Lorena abstrakte Bilder in Acryl, bevor er die Ölmalerei und die Techniken der alten Meister wie z. B. des Italieners Caravaggio, einem Meister der Hell-Dunkel-Malerei, für sich entdeckte. Derzeit arbeitet er an einer siebenteiligen Portraitserie, von der drei Gemälde fast fertiggestellt sind. Aber eben nur fast, denn Nuno Lorena ist Perfektionist und findet immer wieder Details, die es zu verbessern gilt. Wie wir erfahren, baut sich ein Ölgemälde aus mindestens drei Schichten auf, Nuno Lorena arbeitet jedoch mit sieben bis acht Schichten, um seine Modelle gekonnt ins rechte Licht zu setzen. Seine Kompositionen sind modern und realistisch und erzielen je nach Größe (z. B. 73 cm x 100 cm) derzeit Verkaufspreise ab 2.000 Euro aufwärts.



Nuno Lorena: Jungenportrait aus der aktuellen Serie**)


Für den Navigator ist die Verbindung von Malerei und Rallye-Sport durchaus kein Widerspruch, vielmehr findet er im Motorsport den idealen Ausgleich zu seiner künst- lerischen Tätigkeit. Während die Arbeit an der Staffelei viel Ruhe und Konzentration erfordert, kann er seinen Emotionen auf der Rennpiste freien Lauf lassen und den Anstieg des Adrenalinspiegels im Blut genießen. Gerne tauscht er deshalb Pinsel und Palette gegen Rennanzug und Helm ein, die schlicht eine andere Seite seiner Persönlichkeit widerspiegeln. Nuno Lorena fuhr u. a. auch verschiedene Rallyes als Navigator mit dem an der Algarve ansässigen Deutschen Alexander Hack. Mit ihm hatte er auch seinen bisher einzigen schwereren Unfall - ausge- rechnet mit einem alten, klassischen Porsche. Die beiden Insassen seien mit leichten Blessuren davongekommen, berichtet der Künstler, das schöne Auto landete allerdings mit Totalschaden auf dem Schrottplatz. Außer seiner Kunst und dem Rallye-Sport bringt Nuno Lorena auch noch andere, scheinbar recht gegensätzliche Dinge buchstäblich unter ein Dach. Dies beweisen seine beiden Haustiere, mit denen er nebst Ehefrau sein Heim in Faro teilt: ein portugiesischer Wasserhund und ein Eichhörnchen.



So soll die Konkurrenz JC Racing sehen - von hinten*)


Algarve Live wird das Team JC Racing auf seinem Weg durch die Saison 2007 verfolgen und regelmäßig von den Rallyes berichten. Zum Saisonauftakt am 13. Mai (Rali de Beja) wüschen wir José Correia und Nuno Lorena viel Glück und Hals- und Beinbruch.



Mit Algarve Live bei der CRRS 2007*)


Kontakte:

José Correia
Telefon: 91 728 50 77
E-mail: jcracing@netcabo.pt
Internet: jcconstructionsurvey.com

Nuno Lorena
Telefon: 91 412 72 06
E-mai: lorena.nuno@gmail.com

Suzana da Silva
Telefon: 96 655 40 04
E-mail: legal@suzanadasilva.com
Internet: www.suzanadasilva.com

Fotos:

*) Fotos mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von Katrin Koch

**) Fotos mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von João Neves dos Santos

***) Foto Privatarchiv José Correia


Link: Rallye-Forum (portugiesisch)
Link: Bericht Rali de Beja - 13. Mai 2007
Link: Bericht Rali de Martinlongo - 27. Mai 2007

 

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Mittwoch - 18.04.2007 - Stories & Reportagen

Pousadas - Orte der Besinnlichkeit
Wo Träume Wirklichkeit werden

Wer hätte nicht schon einmal davon geträumt, wie ein Schlossherr zu wohnen, im Himmelbett zu schlafen, ohne die vom Museumsdirektor verordneten Filzpantoffeln durch königliche Säle zu spazieren oder die Stille eines klösterlichen Kreuzganges frei von zur Eile mahnenden Reiseleitern zu genießen?


Die Pousada bei Sagres


In den Pousadas in Portugal erfüllt sich mancher dieser Träume. "Pousada" bedeutet im Portugiesischen "Ort der Ruhe", "Ort der Besinnlichkeit" oder "Ort der Gastlichkeit". Unter dem Begriff Pousada sind in Portugal Hotels in vorwiegend historischen Gebäuden zusammengefasst. Ursprünglich waren die Pousadas komplett in staatlicher Hand; 2003 hat dann, nachdem schon vorher bereits eine Teilprivatisierung der Häuser erfolgt war, die Grupo Pestana Pousadas ihre Leitung übernommen.


Pousada bei São Brás de Alportel


Die Geschichte der Pousadas geht zurück bis in die Zeit von Salazar. Bereits Anfang der 40er Jahre suchte die Regierung im ganzen Land nach Palästen, Burgen, Klöstern, Herrensitzen und Jagdschlössern, um sie in komfortable Quartiere umzuwandeln. Denkmalgeschützte Prachtanlagen, die in Frage kamen, gab es genug. Doch viele von ihnen befanden sich ein einem vernachlässigten Zustand, mussten erst gründlich restauriert und auf die Bedürfnisse eines Hotelbetriebs zugeschnitten werden.

Zu den historischen Schmuckstücken zählt z.B. die Pousada D. Diniz in Vila Nova de Cerveira, eine mächtige Festungsanlage aus dem 13. Jahrhundert. In Grenznähe zum spanischen Galizien wacht sie über den Fluss Minho. Die Pousada da Rainha Santa Isabel ist in dem Palast einer alten Festungsanlage über der Stadt Estremoz untergebracht. Von dicken Wehrmauern umgeben, fällt es ihr mit all den Gassen, Gräben, Zugbrücken, Toren, Bögen und Winkeln leicht, die Stimmung des Mittelalters aufkommen zu lassen. Ganz anders das Flair in der Pousada Santa Marinha vor den Toren von Guimarães, die vielleicht stimmungsvollste Pousada des Landes. Das im 12. Jahrhundert, von Augustinermönchen gegründete, später von Jesuiten übernommene Kloster fasziniert durch seine großzügige Anlage, kunstvolle Azulejos, verschwiegene Nischen und Brunnen. Der klösterliche Geist schwebt noch spürbar durch die modernisierten Zimmerzellen und den parkähnlichen Kreuzgang.

Die Idee der staatlich geführten Hotels auf hohem Niveau kam gut an. Für den Staat lagen die Vorzüge auf der Hand: historisch wertvolle Gebäude konnten vor dem Verfall gerettet werden, anspruchsvollen Gästen stilvolle Unterkünfte geboten und gleichzeitig regionale Traditionen vermittelt werden. Die Restauratoren gingen bei den Arbeiten so sorgfältig vor, dass die Substanz möglichst originalgetreu erhalten blieb. Die Innendekorateure legten größten Wert darauf, den Geschmack der jeweiligen Region in Mobiliar und Dekoration zum Ausdruck zu bringen. Die Köche stellen stets den Speiseplan aus typischen regionalen Rezepten zusammen, die Kellermeister wählen die erlesensten Weine lokaler Produzenten. In der Pousada do Barão Forrester im bergigen Nordportugal etwa kommt eine Wachtelsuppe auf den Tisch. In der Pousada do Mestre Alfonso Domingues in Batalha an der Atlantikküste empfiehlt der Kellner den im Ofen gebackenen Stockfisch, während sein Kollege in der Pousada Flor da Rosa im alentejanischen Crato auf die typischen Schweinefüße mit Koriander schwört.


Pousada Convento da Graça in Tavira



Pousada Schloss von Estoi


Von Geheimtipp kann in Sachen Pousadas heute nicht mehr die Rede sein. Längst gelten die historischen Quartiere als fester Begriff für Qualität und Originalität. Wegen der stark begrenzten Zimmerzahl sind sie jedoch immer noch von dem Hauch der Exklusivität umgeben. Das Gros der Pousadas, die auf den Straßen durch das Symbol eines gastlichen Hauses mit rauchendem Schornstein auf blauem Grund ausgeschildert sind, befindet sich in historisch interessanten oder landschaftlich ausgewählten Gegenden. Meist ist die Lage der Häuser so gewählt, dass sie hervorragend als Ausgangspunkte für die Erkundung des Umfeldes dienen. Das flächendeckende Angebot regt dazu an, Portugal in all seinen regionalen Kontrasten und Besonderheiten kennen zu lernen.


Link: Pousadas auswählen und buchen

 

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von Ingo


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Mittwoch - 18.04.2007 - Stories & Reportagen

Das UNESCO Welterbe in Portugal
Wahrung einzigartiger Kulturschätze

Mehr als 25.000 Jahre reicht die Geschichte Portugals zurück. Eine Vielzahl einzigartige Natur- und Kulturstätten zeugt von der historischen Entwicklung und den Blütezeiten des Landes. Dreizehn von ihnen hat die UNESCO bisher als Welterbe von "außergewöhnlichem universellen Wert" für die Menschheit unter den Schutz internationaler Konventionen gestellt.

- Stadtzentrum von Angra do Heroísmo auf der Azoren-Insel Terceira (1983)
- Hieronymuskloster und Turm von Belém in Lissabon (1983)
- Kloster Batalha (1983)
- Christuskloster in Tomar (1983)
- Historisches Zentrum von Evora (1988)
- Kloster Alcobaça (1989)
- Kulturlandschaft Sintra (1995)
- Historisches Zentrum von Porto (1996)
- Prähistorische Felsritzungen im Tal von Côa (1998)
- Lorbeerwald "Laurisilva" von Madeira (1999)
- Weinregion Alto Douro (2001)
- Historisches Zentrum von Guimarães (2001)
- Weinbaukultur der Insel Pico /Azoren (2004)

Die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation) hat die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Völkern in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit als erklärtes Ziel. Im Jahr 1972 haben 178 Mitgliedsstaaten das "Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" unterzeichnet, um Zeugnisse vergangener Kulturen und einzigartige Naturlandschaften zu schützen. Vor der Aufnahme in die Liste prüft das UNESCO-Welterbekomitee insbesondere die Kriterien der Einzigartigkeit und der Authentizität. Die entsprechenden Staaten verpflichten sich daraufhin, zu fortlaufenden Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen der Denkmäler.

Die aktuelle Liste des UNESCO Welterbes umfasst 788 Denkmäler in 134 Ländern. Darunter sind 611 Kulturdenkmäler, 154 Naturdenkmäler und 23 Denkmäler, die sowohl Kultur- als auch Naturerbe sind.

 

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von Ingo


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Dienstag - 17.04.2007 - Stories & Reportagen

Beeindruckend anders: Manuelinik
Eine Reise in die manuelische Architektur

Eine beeindruckendere Architektur als die Manuelinik gibt es wohl kaum. Man begegnet ihr außer in Portugal nirgendwo in der Welt. Sie erinnert an die Zeit, als Portugal über Meere und Kontinente herrschte und die halbe Welt portugiesisch war. Anfang des 16. Jahrhunderts hatte das kleine Land mit seinen damals rund 1,2 Millionen Menschen ein weltumspannendes Imperium aufgebaut, das rund um den Erdball von Brasilien, Afrika über Indien, Indonesien bis nach Nagasaki reichte. Mit König D. Manuel I., dem Glücklichen, brach für Portugal das "Goldene Zeitalter" an, die glanzvollste Epoche seiner Geschichte.



Auf der Höhe seiner Macht setzte Manuel I. (1495-1521) mit dieser nach ihm benannten Stielrichtung sich selbst und der Seefahrernation ein Denkmal. Die schlichte, monumentale Grundstruktur der Manuelinik entstammt der Spätgotik. Stilelemente aus der Frührenaissance sowie der islamischen und orientalischen Welt ergänzen sie: Rundbogenfenster, Hufeisenportale, Säulen und Türmchen, Arkaden und Baldachine. Die Krönung aber sind die verblüffenden Verzierungen. Die Ideen dafür brachten oftmals die Seefahrer von ihren weiten Reisen mit. Steinmetze, Meister ihrer Kunst, setzten sie in filigrane Ornamente um. Da wachsen Algen, Seetang, Korallen und Schlingpflanzen aus dem nackten Stein heraus, Meerestiere wie Muscheln und bizarre oder phantastische Ungetüme, die die Seeleute unterwegs in Angst und Schrecken versetzt hatten, Schiffszubehör, wie Taue, Anker und Netze. Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. Dazu gehören auch nautische Gegenstände, etwa die Armillarsphäre, ein astronomisches Gerät zum Messen der Himmelskreise, die D. Manuel I. zu seinem persönlichen Wappenzeichen machte. Dazu gesellt sich stets das Kreuz der Christusritter, mit deren Geldern die Entdeckungsreisen größtenteils finanziert wurden. Die üppige maritime Symbolik wuchert an Wänden, Portalen und Fenstern, schmückt Klöster, Kirchen und Paläste und rankt sogar noch an Schandpfählen hoch.



Zu den schönsten Beispielen der Manuelinik zählen im Lissabonner Vorort Belém das Hieronymitenkloster und die Torre de Belém, das Kloster Batalha sowie das Fenster der Christusritterburg in Tomar.

In Belém gab es zu Zeiten Manuels I. nur einen Hafenkai. Im Sommer 1497 lichteten hier die Karavellen Vasco da Gamas die Anker mit dem Ziel, den Seeweg zum Gold- und Wunderland Indien zu finden und das arabische Handelsmonopol im Orient zu zerstören. Vier Jahre später kehrte der Indienfahrer mit der ersehnten Erfolgsmeldung zurück. Unvorstellbare Reichtümer flossen nach Lissabon, Gewürze, Gold und Sklaven. Zum Dank stiftete König Dom Manuel I. dem Hieronymiten-Orden ein Kloster, das in Dimension und Pracht der Bedeutung der Entdeckung des Indienreisenden gerecht würde. Der Grundstein wurde dort gelegt, wo die Karavellen des berühmten Seefahrers in See stachen, um Weltgeschichte zu schreiben: am Tejo-Ufer in Belém.

Gigantische Ausmaße, Harmonie und Verzauberung ohne Ende machen das Jerónimo-Kloster zu einem Glanzstück der Manuelinik und zu einem der schönsten Baudenkmäler der Welt. Gottesfurcht, Tyrannei und eine Baukunst auf der Höhe Michelangelos trafen sich in einer Zeit des Überflusses, so dass dieser Palast Gottes in die Höhe wachsen konnte. 1502 begann Baumeister Diogo Boytaca mit den Arbeiten. Im Stein verarbeiteten Künstler wie Nicolas de Chanterène und João de Castilho die phantastischen Berichte der Entdeckungsfahrer über muslimische Moscheen, indische Tempel, Korallen, Algen, Kraken und andere Meeresbewohner, die ihnen unterwegs begegnet waren.

Wenige Meter vom Jerónimo-Kloster entfernt, befindet sich ein weiteres manuelinisches Highlight. Zu Zeiten Vasco da Gamas schlug der Tejo noch an die Stufen des Klosters und die Torre de Belém lag wenige Meter von ihm entfernt mitten im Fluss. Wie eine mit schwerem Geschütz gerüstete Karavelle wurde der Turm zwischen 1515 und 1521 ins Wasser gebaut, ein Geniestreich von Francisco de Arruda. Die Kapitäne feindlicher Schiffe, die in die Flussmündung segelten, mussten annehmen, dass die nationale Flotte zur Verteidigung des wichtigsten europäischen Hafens schon bereitstand. Erst die viel spätere Versandung des Tejo und die Senkung des Meeresspiegels haben die Torre zur Uferdekoration gemacht. Die mehrgeschossigen Galerien des bizarren Turmes quellen über von phantastischem Dekor und manuelinischen Stilelementen.
Auch das Kloster Batalha ist ein Gelöbnis in Stein. Fällt der Name Batalha, was wörtlich "Schlacht" bedeutet, erinnert sich Portugal an eine der Sternstunden seiner Geschichte. Im Dynastiestreit mit Spanien gelobte 1385 König D. João I. (1385-1433), der Jungfrau Maria ein Dominikanerkloster zu stiften, wenn sie ihm den Sieg schenken würde. Der Triumph war auf der Seite Portugals, 1388 wurde der Spatenstich für ein prachtvolles Kunstwerk gesetzt. Obwohl das "Siegeskloster" Santa Maria da Vitória, schlicht Batalha genannt, bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts eine Baustelle blieb, insgesamt fünfzehn Baumeister im Auftrag von sechs Königen an ihm arbeiteten, entstand hier eine kunstvolle, in sich harmonische Klosteranlage.

Der Christuskonvent in Tomar war das Nervenzentrum der Welteroberung. Wie ein in den Krieg ziehendes Schlachtross hat sich die Ritterburg der Anhöhe über der Stadt Tomar bemächtigt. Die Bauherren waren die Tempelritter, ein reicher Waffenorden, der den durch Fluss und Hügel geschützten Ort im 12. Jahrhundert zu seinem Sitz machte und 1312 in den Orden der Christusritter umbenannt wurde. Zum portugiesischen Königshaus bestand eine enge Verbindung, die nicht selten in der Personalunion von König und Ordensgroßmeister zum Ausdruck kam. Ihr bekanntester Großmeister war im 15. Jahrhundert Heinrich der Seefahrer, der von 1415 bis zu seinem Tod 1460 Portugals maritime Expansion organisierte und aus den Ordenskassen finanzierte. Die Karavellen der Entdeckerkapitäne wie Vasco da Gama, Bartolomeu Dias und Pedro Álvares Cabal, die im Auftrag von Krone, Kreuz und Kapital in einem Jahrhundert drei Kontinente eroberten, segelten alle unter dem roten Kreuz der Christusritter.

Der Christuskonvent ist das größte Kloster Portugals. Den Kern der Anlage bildet ein gewaltiger sechzehneckiger Bau. Durch ein reich bearbeitetes Portal aus der manuelinischen Phase gelangt man in die alte Tempelkirche und die achteckige Charola, das eigentliche Sanktuarium der Templer. An diesen Komplex schließen die manuelinische Christusritterkirche an sowie insgesamt sieben Kreuzgänge. Das eigentliche Prachtstück des Klosters befindet sich an der Außenseite des Kapitelsaals: die berühmte Janela de Tomar (Fenster von Tomar) ist ein Musterbeispiel des manuelinischen Baustils. Dickes Takelwerk umrankt das Fenster, verschlungen, geknotet und mit Seetang bewachsen. Muscheln und Korallen sind detailverliebt in den Stein gearbeitet. Natürlich fehlen auch hier die Armillarsphäre Dom Manuels I. und das Kreuz der Christusritter nicht.

 

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von Ingo


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Montag - 23.10.2006 - Stories & Reportagen

Fado - der Klang des Schicksals
Auf der Suche nach der portugiesischen Sehnsucht

Fado bedeutet Schicksal. Der Fado ist weder Folklore noch Volksmusik, sondern Ausdruck dieses typisch portugiesischen Seelenzustandes: der Saudade. Jenes Gefühl von Weltschmerz, von den Sängern des Fados, den Fadistas, gekleidet in herbzarte Klangpoesie. Sie besingen die Schwere des Alltags, die Schmerzen der Liebe, die Sehnsucht nach dem Meer, die verzweifelte Suche nach etwas nie Gehabtem oder für immer Verlorene, aber und vor allem auch die Stadt Lissabon. Ihren Gesang begleitet jener der Viola, der spanischen Gitarre, und der Guitarra portuguesa, einer Art Laute.

In den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts hörte die Lissabonner Gesellschaft in den Volkskneipen der Alfâma, der Mouraria, des Bairro Alto und des Madragoa-Viertels erstmals die innigen Klänge des Fado. Seine berühmteste Interpretin damals war Maria Severa Onofriana aus der Mouraria. Die große alte Dame des Fado im 20. Jahrhundert war Amália Rodrigues, die auch nach ihrem Tod 1999 vor allem in ihrem Geburtsviertel, der Alfâma noch immer wie eine Göttin verehrt wird. So gibt sogar ein Musical (Amália), das sich ihrem Leben und Werk widmet. Amálias Wohnhaus in Lissabon, das im Juli 2001 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, hat sich nicht nur bei den Bewohnern Lissabons, den Lisboetas, zur Pilgerstätte entwickelt. Inzwischen halten innovative Sängerinnen wie Misia, Mafalda Arnauth oder Katia Guerreiro die Fadotradition lebendig. In Lissabon gibt es auch ein eigenes Fadomusuem, die Casa do Fado e da Guitarra Portuguesa am Saum der Alfâma.

Eher entfernter Verwandter des Fado in Lissabon ist der Fado de Coimbra, seit dem 19. Jahrhundert in der alten Universitätsstadt Coimbra gesungene Balladen, die oft vom Studentenleben und der Liebe handeln. Viele Texte sind dabei kritisch und politisch. Während der Diktatur war diese Musik Ausdruck der Opposition gegen die soziale Verelendung des Volkes.

Auch in den früheren Kolonien Portugals hat sich der Fado verbreitet und sich zur kapverdischen Morna einer Cesária Évora und zum brasilianischen Choro weiterentwickelt. Eine eigenwillige und Elemente des Fado verwendende Musik entwickelte die international bekannt gewordene Gruppe Madredeus mit ihrer Sängerin Teresa Salgueiro. Fado muss aber nicht nur traurig sein, sondern hat auch eine fröhliche Seite. Das zeigt sich bei der Variante, die zu den, im Gegensatz zu Spanien nicht tödlich endenden, Stierkämpfen (Tourada) gesungen wird.

 

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von Ingo


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