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ALGARVE LIVE ORTE
Portimão - Einkaufsstadt am
Rio Arade
In
sehr frühen Zeiten hieß Portimão noch Portus Hannibalis, nach
dem Karthagerführer Hannibal.
Denn die Karthager waren es, die noch vor den Römern und Mauren die Bedeutung der Lage dieser Hafenstadt an der
Mündung des Flusses Arade erkannten, obwohl Silves am Oberlauf
des Flusses schon in vorchristlicher Zeit die bedeutendere Stadt
wurde.
Mit der zunehmenden
Versandung des Arade
über tausend Jahre später wandelte sich das Bild: Silves musste
sich mit der Rolle eines Marktflecken landeinwärts zufrieden geben,
wohingegen Portimão sich zu der Einkaufs- und Geschäftsstadt der
westlichen Algarve entwickeln konnte und zur zweitgrößten Stadt
nach Faro heranwuchs.
Der
Fischereihafen, der seit den 90er Jahren auf der östlichen Seite des Flusses
angesiedelt ist,
ist einen Besuch wert. Gerade das Schauspiel in den frühen
Morgenstunden lohnt sich, wenn die Sardinenfischer ihren Fang entladen.
Dies geschah noch vor ein paar Jahren unter der alten Brücke auf der
Westseite des Arade, dort, wo heute die Ausflugsboote festmachen. Doch
auch im neuen Hafen werden genau
wie früher die Sardinen über offenem Holzkohlenfeuer
gegrillt, der Rest des Fangs geht an die Restaurants in der Nähe, die
allesamt bekannt sind für frischen Fisch und Meeresspezialitäten.


Die Eisenbahnbrücke vorher und mit
ihrem neuen Anstrich
Etwas
abseits der Straßenbrücke führt die Eisenbahnbrücke über den Fluss,
weiter nördlich wurde 1991 die neue Straßenbrücke für die E.N.125
eröffnet, noch weiter flussaufwärts führt seit einigen Jahren die
neue Autobahnbrücke der A22 über das Flusstal. Kommt man über die alte
Straßenbrücke ins Zentrum Portimãos,
so gelangt man vom Kai unterhalb der Brücke zur Praça Visconde de Bivar, einem kleinen Park
und zur Praça Teixeira Gomes, einem Platz mit vielen Cafés und
kleinen Läden.


Praça Teixeira Gomes
Von hier aus lohnt sich eine Shoppingtour
durch die Fußgängerzone der Stadt: Kehren Sie dem Fluss den Rücken und
folgen Sie der Rua Júdice Biker oder der Rua Direita, die
Sie über die Rua Dr.Bastos zur nur Fußgängern vorbehaltenen
Rua Vasco da Gama führen. Eine Stückchen weiter aufwärts mündet sie
in die Rua do Comércio, vorbei an der
Alameda da Praça da Republica,
eine 2003 eröffnete und modern gestaltete
Parkanlage mit Tiefgarage an der Stelle, an der die im Jahre 2000
abgerissene Markthalle stand. Eine Seite dieses Platzes wird beherrscht
von der Fassade des ehemaligen Jesuitenklosters
Igreja do Colégio dos Jesuítos.

Igreja do Colégio an der Alameda da
Praça da Republica
Wer nach Portimão kommt, um
einzukaufen, wird nicht enttäuscht. Viele Boutiquen, Kunst- und
Fachgeschäfte aller Art in der Innenstadt, große Supermärkte und ein
Einkaufszentrum außerhalb erfüllen nahezu alle Wünsche. Geschichtlich
kann Portimão auf eine lange Geschichte verweisen, weist aber keine
historisch interessanten Gebäude auf, denn auch diese Stadt litt unter
dem verheerenden Erdbeben von 1755. So blieb von der Pfarrkirche (Igreja Matriz, am Ende
der Rua 5 de Outobro) nur das Portal aus dem 14.Jh.
stehen, der Schmuck und auch die Azulejos im Inneren sind aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Wenn auch an der schon
einige hundert Meter breiten Flussmündung mit dem Städtchen Ferragudo
am gegenüberliegenden Ufer, so liegt Portimão
nicht direkt am Meer. Dazwischen hat sich noch die Skyline der berühmt
berüchtigten Touristenhochburg Praia da Rocha geschoben.
Ein Abstecher dorthin ist zu empfehlen über die Rua Dom Carlos I
mit Blick auf den Arade und den Yachthafen von Portimão.
Westlich
von Praia da Rocha liegt der kleinere Touristenort Vau an, beide Orte sind seit der neuen Zufahrt
am neuen Krankenhaus nicht nur sehr leicht von der E.N.125-Brücke,
sondern auch von der Autobahn A22 aus zu erreichen.

Blick über den Yachthafen nach Ferragudo

Blick von Ferragudo Richtung Praia da
Rocha
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